Forensisches Labor Prof. Bratzke Kennedyallee 104 60596 Frankfurt am Main Hessen 50.094051 8.666078 +49 (0) 69 6301 5909

15 Jahre Erfahrung auf dem Gebiet der Abstammungsbegutachtung

Als Labor des Universitätsklinikums stehen wir für Sicherheit und hohe Qualität in der DNA-Analyse bei Verwandtschaftstests und Abstammungsuntersuchungen im Auftrag von Privatpersonen und Behörden sowie Spurenanalysen für Polizei und Justiz.

Unsere Wissenschaftler sind seit mehr als 15 Jahren Experten auf dem Gebiet der forensischen DNA-Analyse. Sie sind Mitglieder in der Deutschen Gesellschaft für Abstammungsbegutachtung (DGAB) und anderen wissenschaftlichen Fachgesellschaften und ständig in aktuelle Forschungsprojekte eingebunden. So entsteht Qualität auf höchstem Niveau.

Testverfahren

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Vaterschaftstest


Testpersonen: Vater+Kind+Mutter. Auf die Untersuchung der Mutter kann im begründeten Einzelfall zwar verzichtet werden, eine Einbeziehung ist nach dem Gendiagnostikgesetz aber vorgesehen. Es macht den Test auch noch sicherer.
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Testpersonen Vaterschaftstest Frankfurt

Familienzusammenführung


Wenn Familienangehörige im Zuge einer Familienzusammenführung aus dem Ausland in die Bundesrepublik Deutschland einreisen möchten, muss oftmals ein Abstammungsgutachten vorgelegt werden. Hierbei handelt es sich meist um ein Vater- oder Mutterschaftsgutachten, je nach Situation auch um ein Verwandtschaftsgutachten.Wir können diese Untersuchungen für Sie durchführen. Sprechen Sie uns an.
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Familienzusammenführung durch Abstammungsgutachten

Verwandtschaftstest


Beliebige Verwandtschaftskonstellationen (z.B. Großelternschaft; Geschwisterschaft oder andere Fragestellungen) können grundsätzlich untersucht werden. Eine Klärung kann unter Umständen jedoch schwierig sein, wenn für die Rekonstruktion des Familienstammbaums essentielle Familienmitglieder nicht zur Verfügung stehen. Hier besprechen wir den nötigen Untersuchungsumfang mit Ihnen.
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Verwandtschaftstest Frankfurt

 



Sonderfälle


  • Komplexe Verwandtschaftsverhältnisse

    Bei komplexen Familienkonstellationen, Geschwisteranalysen oder Defizienzfällen (z.B. wenn der mögliche Vater verstorben ist und der Vaterschaftsnachweis durch Untersuchung dessen Eltern stattfindet) kann zusätzlich die Untersuchung Y-chromosomaler Merkmalssysteme (männliche Vererbungslinie) oder mitochondrialer Marker (weibliche Vererbungslinie) sinnvoll sein. Bitte sprechen Sie uns hierzu an.

  • Verstorbene Person

    In diesem Fall ist es grundsätzlich möglich, Gegenstände, an denen DNA dieser Person anhaftet, zu untersuchen. Das können z.B. Zahnprothesen, Pfeifenmundstücke, Kleidung, Ohrhörer oder andere Gegenstände sein (zusätzliche Kosten!). Eventuell liegen auch medizinische Gewebeproben vor, wenn die Person im Krankenhaus verstorben ist, sie werden oft jahrelang aufbewahrt. Wichtig hier: die DNA muss nachweislich vom Verstorbenen stammen. Über die Anerkennung derartiger Materialien, z.B. in Erbfällen, sollten Sie sich im Vorfeld informieren. Wir unterstützen Sie hierbei gerne.
    Ein derartiger Test muss entweder gerichtlich angeordnet werden oder die totensorgeberechtigte Person muss dem Test im Rahmen des Gendiagnostikgesetzes an Stelle des Verstorbenen zustimmen.

Ablauf der Abstammungsuntersuchung

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1. Kontaktaufnahme


Wenn Sie einen Vaterschaftstest, eine Familienzusammenführung oder einen Verwandtschaftstest beauftragen möchten, rufen Sie uns bitte Mo.-Fr. in der Zeit von 9-17 Uhr unter Tel. 069/6301-83057 an. Wir besprechen dann die Organisation der Probenentnahme und der schriftlichen Beauftragung, vereinbaren Termine für die Probenentnahme und beraten Sie gerne bei der Lösung Ihrer individuellen Fragestellung.

Telefonische Kontaktaufnahme Frau Ferrara

2. Probenentnahme


Wir benötigen für eine Abstammungsanalyse Speichelproben (Mundschleimhautabriebe) von den zu untersuchenden Personen.

  • Interne Probenentnahme
    Die Probenentnahme und die gesetzlich vorgeschriebene Identitätsfeststellung kann bei uns im Institut ohne zusätzliche Kosten durchgeführt werden. Termine hierfür können Sie unter der Rufnummer 069/6301-83057 vereinbaren.

  • Externe Probenentnahme
    Sollten Sie nicht zu uns ins Institut kommen können, kann die Probenentnahme und die Identitätsfeststellung auch extern erfolgen, z.B. durch Ihren niedergelassenen Arzt, einen Arzt am Gesundheitsamt, einen Konsulats-Mitarbeiter oder einen Jugendamtsmitarbeiter.
    In diesem Fall organisieren wir das für Sie. Wir bitten hierzu vorab um Rücksprache unter Tel. 069/6301-83057 oder ferrara(at)med.uni-frankfurt.de.
    Nachdem die Probenentnahme geklärt ist, senden wir das Probenentnahmeset sowie alle Unterlagen an diese Stelle. So wird sichergestellt, dass die Probenentnahme und die Identitätsfeststellung so durchgeführt werden, dass das Gutachten vor Gericht nicht anfechtbar ist.

Bitte beachten Sie, dass für die Probenentnahme durch Dritte eventuell zusätzliche Kosten entstehen können, die dort direkt zu entrichten sind.

Probenentnahme Vaterschaftstest Frankfurt

Vergleichsproben zur Abstammungsanalyse

Untersuchung Speichelproben Vaterschaftstest

3. Laboranalyse


Liegen alle Proben vor, beginnen wir sofort mit der Laboruntersuchung. Daran schließt sich die Auswertung und biostatistische Berechnung der Ergebnisse sowie die Gutachtenerstellung an. Dies dauert in der Regel zwei Wochen.

Analyse der Proben

4. Ergebnismitteilung


Das Untersuchungsergebnis senden wir Ihnen als Gutachten per Post zu. Auf Wunsch erhalten alle Beteiligten eine Gutachtenkopie.
Wenn Sie anschließend Fragen zum Gutachten oder der weiteren Vorgehensweise haben, können Sie uns jederzeit kontaktieren, wir helfen Ihnen gerne!

Postalische Ergebnismitteilung Vaterschaftstest

Qualität und Sicherheit

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Die Bearbeitung der Proben erfolgt nach hohen Qualitätsstandards. Hierbei geht es vor allem um 

  • identitätsgesicherte Probennahmen
  • korrekte Befunderhebung und -interpretation
  • Sicherheit vor Probenverwechslungen

Unser hoher Qualitätsstandard wird uns regelmäßig durch Zertifikate der Deutschen Gesellschaft für Abstammungsbegutachtung (DGAB) und der Spurenkommission der Deutschen Gesellschaft für Rechtsmedizin (GEDNAP) bescheinigt (Zertifikate).

Unsere Gutachten werden gemäß den Richtlinien der Gendiagnostik-Kommission des Robert-Koch Institutes (GEKO) vom 26.07.2012 erstattet und sind somit grundsätzlich gerichtlich verwertbar. 

Zusätzlich sind wir seit 2004 gemäß DIN EN ISO/IEC 17025 akkreditiert (Urkunde). Die Deutsche Akkreditierungsstelle (DAkkS) durchleuchtet unser Labor regelmäßig und bescheinigt uns fachliche und organisatorische Kompetenz unter Beachtung deutscher und internationaler Normen.

Bearbeitung der Proben nach hohen Qualitätsstandards

Wissenschaft

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Für Abstammungsuntersuchungen wird die Erbsubstanz des Menschen, die DNA (Desoxyribonukleinsäure), untersucht. Diese befindet sich im Kern jeder Zelle und setzt sich aus 4 Grundbausteinen, den Basen Adenin, Thymin, Cytosin und Guanin zusammen. Über ein Zucker-Phosphatgerüst sind diese paarweise verbunden und bilden so den DNA-Doppelstrang (Doppelhelix).

Die Basenfolge der DNA liest sich wie Buchstaben eines Textes, in dem die Anleitung für Bau und Betrieb eines Organismus in verschlüsselter Form beschrieben ist. 

Innerhalb der Basenfolge gibt es Abschnitte, die für bestimmte Eiweißstoffe zuständig sind, diese Abschnitte werden als Gene bezeichnet. Zwischen den Genen befinden sich immer wieder Abschnitte, die keine genetischen Informationen enthalten. Bestimmte derartige Abschnitte, man nennt sie STR-Merkmalssysteme, haben innerhalb der Bevölkerung eine hohe Variabilität und werden deshalb für die DNA-Analytik in Abstammungsfragen herangezogen.

Jeder Mensch besitzt in jedem STR-Merkmalssystem zwei Merkmalsausführungen (Allele), von denen eines von der Mutter, das andere vom Vater stammt. Aufgrund dieses Zusammenhanges können Abstammungsverhältnisse geklärt werden. Die Allele werden als Zahlenwerte angegeben, man bezeichnet diese Zahlenkombinationen als DNA-Profil. 

Erbsubstanz Vaterschaftstest Frankfurt

Zur Klärung einer Vaterschaft werden zunächst die kindlichen Allele mit denen der Mutter verglichen. Die Allele, die  ein Kind nicht von seiner Mutter geerbt hat, müssen vom biologischen Vater stammen. Weist der untersuchte Putativvater keine Übereinstimmungen mit den väterlichen Allelen des Kindes auf, kann er als biologischer Vater ausgeschlossen werden. Können die väterlichen Allele beim untersuchten Mann jedoch nachgewiesen werden, kommt dieser als biologischer Vater in Frage. Eine solche Allelverteilung ist in der Beispieltabelle rechts dargestellt  (schematischer Ausschnitt, 5 STR-Marker).  

Bei Vaterschaftsuntersuchungen ohne Einbezug der Mutter wird lediglich geprüft, ob Kind und Putativvater in jedem Merkmalssystem mindestens ein gemeinsames Allel aufweisen, die Trennung in mütterliche und väterliche Allele des Kindes kann dann nicht erfolgen

Eine biostatistische Berechnung (nach Essen-Möller) beurteilt abschließend die Wahrscheinlichkeit einer bestehenden Vaterschaft. Bei einem Wahrscheinlichkeitswert von über 99,9 %, ein Wert der regelmäßig deutlich übertroffen wird, gilt die Vaterschaft als „praktisch erwiesen“. 

D3 S1358

D19 S433

D2 S1338

D22 S1045

D16 S539

Mutter

16, 19

12, 13

17, 25

11, 16

11, 12

Kind

16, 17

13, 14

25, 25

16,18

11, 12

Väterliches Allel

17

14

25

18

11 oder 12

Putativvater

15, 17

14, 14

20, 25

15, 18

10, 12